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Sieben Antworten von: Olivier Bremer

Statement: Was ich der Welt zum Thema „kollaborative Mobilität“ mitteilen will.

Das Internet ermöglicht immer mehr Menschen den Zugang zu kollaborativer Mobilität, und es ist so viel Potenzial vorhanden, das nur aktiviert werden muss. Nutzen wir die Chance für einen Wandel!

 

Traummobilitätsszenario in 50 Jahren: Wie wünsche ich mir die Verkehrswelt im Jahr 2060.

Integriert, ressourceneffizient und nachhaltig – die Zeit, in der man sein eigenes Verkehrsmittel an sein Ziel mitnehmen musste, ist endgültig passé. Der Übergang zwischen den Verkehrsmitteln erfolgt fließend und ohne Wartezeiten, und das Angebot von Platzkapazitäten wird äußerst effizient an die Nachfrage angepasst. Geschwindigkeit ist nicht alles: Die Zeit, die man nach wie vor für Fortbewegung verwendet, kann durch den Einsatz moderner Technologien viel sinnvoller genutzt werden als heute.

 

Mein TOP-Moment: Der meines Erachtens bisher grösste Erfolg in der kollaborativen Mobilitätsgeschichte.

Vielleicht der Moment, in dem das Haben zum Teilen wird? „Kollaborativ“ entsteht nur, wenn jemand dazu bereit ist, seinen Besitz zu teilen.

 

Mein persönliches Mobilitätsverhalten: Wie bewege ich mich privat.

Mein Auto habe ich vor sechs Jahren verkauft. Seitdem nutze ich verstärkt das Fahrrad, den öffentlichen Nahverkehr, Carsharing und BlaBlaCar und erreiche mein Ziel dadurch gesünder, flexibler, umweltfreundlicher und meistens auch schneller. Am meisten freue ich mich über die Zeit, die ich durch das Entfallen von Parkplatzsuche und Wartezeiten in Staus und Autowerkstätten hinzugewonnen habe.

 

Eigene Erfahrungen mit kollaborativen Mobilitätsformen: Ein Erlebnis, das mir geblieben ist.

Es war am Ende einer dreistündigen Fahrt über die Mitfahrzentrale BlaBlaCar. Während der ganzen Reise hatten wir – vier sehr unterschiedliche Menschen, die zufällig im selben Auto saßen – uns ununterbrochen unterhalten und, weil es so viele Gemeinsamkeiten zwischen uns gab, unsere Lebensgeschichte geteilt. Da wusste ich, dass das Teilen eines privaten Transportmittels viel mehr ist als gemeinsames Sparen. Es ermöglicht sozialen Austausch zwischen Menschen, die sich im Alltag nie getroffen hätten, und demokratisiert Mobilität, indem es Menschen von mehr oder weniger passiven Nutzern von Verkehrsmitteln zu Akteuren eines neuen, kostengünstigen Transportnetzwerkes macht.


Der Auslöser, der mein Engagement für geteilte Mobilitätslösungen in Gang setzte.

Als ich während meines Studiums in Deutschland die Idee der Mitfahrzentrale entdeckte – in Italien, dem Land, in dem ich aufgewachsen war, ein damals völlig unbekanntes Konzept. Da blieb nur eines: Ich musste selber in Italien eine Mitfahrzentrale gründen.

 

Tatendrang im Bereich der kollaborativen Mobilität: Wenn ich könnte, würde ich als nächstes…

… Menschen verändern sich schleppend langsam. Zusammen mit meinen Kollegen arbeite ich jeden Tag daran, den Trend zur kollaborativen Mobilität zu beschleunigen – aber es wäre schön, wenn es noch schneller gehen könnte.

 
 

DATENBOX:

Olivier Bremer

Name: Bremer

Vorname: Olivier

Funktion: Country Manager Germany and Italy

Firma: BlaBlaCar / Comuto SA

Gegründet im Jahr: 2006

Firmensitz in: Paris

Anzahl Mitarbeiter: 100

Die Geschäftsidee kurz zusammengefasst:

Die europäische Mitfahrzentrale, bei der man sich seine Mitreisenden gezielt auswählen kann, um nicht nur sehr günstig, sondern auch mit interessanten Menschen an sein Ziel kommen kann. Mit Profilen, Fotos, Bewertungen, Gesprächsfreudigkeit (ein bis drei „blas“) u.v.m. BlaBlaCar ist in zehn Ländern aktiv und es wurden bereits über drei Milliarden Kilometer über die Plattform geteilt.

Webseite:

www.blablacar.de

 
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