Zur Startseite

Sieben Antworten von: Markus Barnikel

Statement: Was ich der Welt zum Thema „kollaborative Mobilität“ mitteilen will.

Der Anfang ist gemacht - jetzt müssen wir alle gemeinsam daran arbeiten, dass sich die Zahl derer, die sich auf diese neue Art von Mobilität einlässt immer größer wird. Aus der Nischenbewegung eine Massenbewegung machen – das ist die Herausforderung.


Traummobilitätsszenario in 50 Jahren: Wie wünsche ich mir die Verkehrswelt im Jahr 2060.

2063 wird sich das Straßenbild überall auf der Welt radikal verändert haben (ich hoffe schon viel früher). Neben den E-Mobilen und dem deutlich verbesserten Nahverkehr in Städten wird dabei eines besonders auffällig sein: In den Autos sieht man fast niemanden mehr, der allein unterwegs ist. Menschen reisen zusammen – ökonomisch und ökologisch sinnvoll. Dadurch haben wir dann auch viele andere Probleme, wie Parkraumknappheit, Staus und weiteres nahezu behoben – und nebenbei lernt man auch noch andere Menschen kennen.


Mein TOP-Moment: Der meines Erachtens bisher grösste Erfolg in der kollaborativen Mobilitätsgeschichte (inkl. Begründung).

Im Grunde war das die erste Mitfahrzentrale, die in den 50er Jahren eröffnet wurde. Auch wenn das im Grunde mehr eine Rückbesinnung war, als eine Innovation. Vor dem Individualverkehr, der mit dem Auto erst wirklich begann, hat man sich die zur Verfügung stehenden Verkehrsmittel ja bereits geteilt. Aber das war der Grundstein für das, was wir heute machen und was immer mehr zu einer Massenbewegung wird, weil die Vorteile geteilter Mobilität so prägnant sind und die Idee dahinter ganz leicht verständlich.


Mein persönliches Mobilitätsverhalten: Wie bewege ich mich privat.

Für meinen täglichen Weg zur Arbeit nutze ich den öffentlichen Nahverkehr oder das Fahrrad. Für einige innerstädtischen Termine nutze ich auch verschiedene Carsharing-Modelle, auf längeren Strecken natürlich mitfahrgelegenheit.de, sofern das möglich ist (mit zwei kleinen Kindern ist es nicht immer ganz einfach). Wichtig für mich ist, dass ich smart unterwegs bin, also immer die für meine Zwecke passendste Lösung finde. Mein privates Auto steht sehr häufig nur da und wird im Grunde nur für gemeinsame Familienausflüge in die Berge genutzt.


Eigene Erfahrungen mit kollaborativen Mobilitätsformen: Ein Erlebnis, das mir geblieben ist.

Ein sehr einschneidendes Erlebnis war eine Messe in Hannover. Ich bin dorthin geflogen und als ich am Flughafen ankam, ohnehin schon recht spät dran für meinen Vortrag, lag der öffentliche Nahverkehr völlig lahm und Taxen waren auch alle weg. Wie sich rausstellte, streikten sowohl Busse als auch Bahnen und es gab keine Möglichkeit vom Flughafen in die Stadt zu kommen. Aber dann nach einigen langen Minuten, sah ich einen Autofahrer, der an seinem Auto ein Schild angebracht hatte. Darauf stand, dass er zum Messegelände fahre und gern sein Auto teilt. Dies Beispiel machte schnell die Runde und schon bald wurden die Wartenden am Flughafen immer weniger. Da war mir klar, geteilte Mobilität funktioniert und muss dringend, auch abseits solcher Notsituationen, gefördert werden.


Der Auslöser, der mein Engagement für geteilte Mobilitätslösungen in Gang setzte.

Ganz klar meine Zeit in den USA. Ich musste täglich etwa vier Stunden zur Arbeit fahren. Und noch mehr als hier in Europa, hat man ganz schnell den Eindruck, dass nahezu jeder allein in seinem Auto sitzt. Und auch die Carpool-Lanes, spezielle Fahrstreifen für gemeinsames Pendeln, sind fast immer leer. Schon in dieser Zeit habe ich mich sehr für den Bereich kollaborativer Mobilität interessiert und wollte an einer nachhaltigen Möglichkeit zur Lösung dieser Ineffizienz teilhaben.


Tatendrang im Bereich der kollaborativen Mobilität: Wenn ich könnte, würde ich als nächstes…

…den Gedanken des Mitfahrens in die ganze Welt tragen. Die Idee dahinter ist so einfach und wir könnten in kurzer Zeit so viele Probleme lösen – einfach nur dadurch, dass Menschen gemeinsam in Autos von A nach B reisen.

 
 

DATENBOX:

Markus Barnikel

Name: Barnikel

Vorname: Markus

Funktion: CEO

Firma: carpooling.com GmbH

Gegründet im Jahr: 2001

Firmensitz in: München

Anzahl Mitarbeiter: über 70

Die Geschäftsidee kurz zusammengefasst:

carpooling.com ist Betreiber des größten Mitfahrnetzwerks in Europa und ermöglicht Fahrern und Mitfahrern günstige und nachhaltige Mobilität. Auf www.mitfahr-gelegenheit.ch oder den anderen Länderplattformen nach einer passenden Fahrt suchen, buchen und günstig reisen. Neben Mitfahr-gelegenheiten in privaten PKW findet man aber auch zahlreiche Angebote von Busanbietern, Bahnlinien und auch Airlines.

Webseite:

www.carpooling.com
www.mitfahrgelegenheit.ch

 
© 2019 Mobilitätsakademie AG · Maulbeerstrasse 10 · CH-3001 Bern · Impressum · Werbeagentur ONFLOW